JAZZ-SOUL-BLUES

Funk

Reggae

Jam Session:

Der erste Weg auf die Bühne ist die Erfahrung mit Jam Sessions. Dort sammelst Du Erfahrung und zeigst , was Du kannst, lernst aber auch vielleicht Deine zukünftige Band kennen . Hab immer Visitenkarten dabei. Und scheue Dich nicht, sie zu Verteilen. Die meisten Musiker freuen sich, wenn man sie anerkennt  und sie fragt, ob sie Lust haben , Dich möglicherweise bei Gigs zu begleiten.

Jobs sind rar und viele freuen sich über jede Gelegenheit.

Geh auf Deine Jamsession stets gut vorbereitet. D.H. Du hast 2 -5 sehr bekannte und gut spielbare Songs ( Standards) mit dabei, die Du gut singen kannst und auswendig kannst. Du hast Die Sheets dafür 3-4x mal gut leserlich ausgedruckt. Möglicherweise eine Bb Stimme und Eb Stimme dazu ebenfalls.

Du musst Deine Songs selbst leiten und einzählen können. Keiner nimmt Dir das ab. Du bist Leader und hälst die Band zusammen, nicht umgekehrt.

Bevor Du mit der Absicht hingehst, einzusteigen solltest Du Dich erstmal durch regelmässiges Erscheinen dort mit der Spielart der Künstler vertraut machen und das Prozedere dort kennen. Du solltest die Musiker ansprechen und loben, wenn Du was gut findest. Stelle auch fest , auf welchem Niveau musiziert wird. 

Jam-sessions, bei denen BeBop gespielt wird, sind niemals Deine erste Wahl zum Einsteigen. Dort sind Leute, die jahrelang sehr viel geübt haben.

Dann , wenn Du das ganze schon gut kennst, wagst Du den Schritt, aber nur dann, wenn Du Dir Deiner Singart total sicher bist und allen Eventualitäten gewachsen bist. Deine Tonarten müssen stimmen, und Du musst wissen, welches Tempo Du brauchst. Lass Dir eventuell den ersten Ton geben. Sicherer ist 8 Teakte des Song-Endes als Vorspiel zu nehmen.

Dein Eindruck ist bleibend. D.h. hast Du einmal einen schlechten Eindruck hinterlassen, weil Du nicht wirklich gut bist, denkt man so über Dich. Umgekehrt ist das aber auch eine Chance.

Um Lampenfieber abzubauen schaue nochmal in  VT 3, aber gehe auch einfach in Karaoke Bar und stelle Dich dort den Gegebenheiten mehrmals, vielleicht auch mit den Standards.

Sei komunikativ und offen. 

Eine Session ist DIE Option , tolle Musiker zu finden.

Eine andere ist der allgemeine Markt über FB Gruppen z.B. E-Bay, Aushänge in Music stores oder Musikschulen und Musikhochschulen. Auch Anzeigen in Lokalzeitungen sind manchmal sinnvoll, aber Jazzer und Blueser und Soulmusiker gehen auf Sessions. Und wer auf  Sessions geht, sucht musikalisch Kontakt.

Also, wenn Du weisst, dass Deine Aufnahmen sich gut anhören, Du die Time und Form kennst, Sheets hast, die stimmen und des Einzählen mächtig bist, dann warte nicht mehr, sondern starte.

Wenn Du eigene Songs hast und lieber ne Band gründen möchtest, machst Du Aushänge oder Inserate, und beschreibst Dein Ziel sehr genau.

Machst dann einen Probetermin aus und bist mit Deinen Songs gut vorbereitet, was heisst, dass du in mehrfacher Ausführung gut lesbare , verständliche Sheets hast. Und eine Vorstellung.

Viele denken, man soll dem anderen seine Freiheit zugestehen und doch erstmal jammen.  Macht mal, ich sing was dazu.... 

Ist zwar ne Option , aber weit aus weniger professionell.

Hier unten findest Du Videos von Sessions: 

Rubato-Anfänge

Könnte passieren: Mit den ganz Grossen auf Session. Die meisten denken, die Superkünstler leben im Künstlerhimmel, aber in Wirklichkeit ist zwischen einem Reggie Moore und einem Chick Corea kaum ein Unterschied : Nur der dass Chick zur rechten Zeit am rechten Ort war und seine Karriere öffentlich begann, Reggie Moore lebt in Berlin und ich durfte schön öfter mit ihm spielen. Er sagt mal zu mir einen ganz wesentlichen Satz, als ich auf eine Session kam, und ihm sagte, ich hab dies und jenes Stück mit, er könne gerne auswählen.... da meinte er hinterher: DU bist der Sänger , Du wählst aus, ich spiele alles .  Sei klar und immer vorbereitet. Es könnte Deine grosse Chance sein. Ich habe meine verpasst. Ich hätte einmal mit Stevie konzertieren können, war aber nicht vorbereitet und hab nur gestammelt. Das passiert mir nicht nochmal.

Ich spielte schon mit einigen richtig guten auf der Bühne und viel der richtig Guten leben und kommen nach Berlin.

Warum. Berlin ist für Musiker attraktiv. Hier gibt es Jobs.

Bobby Mc Ferrin lebte hier.

Stevie unten in einer ganz gewöhnlichen Session.

 Viele richtig super Künstler und Cracks leben hier und mühen sich ab. Mein richtig guter Freund Manfred Dierkes war ein super Gitarrist, komponierte und tourte. Er konnte alles sofort aus dem Ohr begleiten im Stile von Joe Pass.

 

Er starb viel zu früh an Frust und Alkohol.

Musiker werden nicht unbedingt entdeckt und gefeaturet wie eine Diana Krall, die genötigt wird in Videos und auf Covern erotisch zu posieren.

Zu dem Talent gehört vor allem Fleiss, Glück und immer dran bleiben. Die meisten Musiker sind normale Menschen, wie Du und ich. Eine meiner Schülerin versorgte ich mit Adressen von tollen Musikern, die ich kannte. 2 Jahre später hatte sie ihre erste CD fertig . 3 Jahre später wurde sie von Sony entdeckt und unter Vertrag genommen.  Liambiko.

Und dennoch ist Touren-Booking eine anstrengende Angelegenheit.

ich will sagen: Überwinde unbedingt die Hemmschwellen und entscheide Dich einfach alles zu tun, was Du kannst.

Lektionsvideos:

Hier eine kleine Kostprobe eines der begehrten Realbooks.