Voicetrain 9 Songwriting

Los gehts...let´s go creative...Lektion 4

Am Ende der 5 Lektion  findest Du die Audio Downloads

Unsere Themen sind : 


- Tricks für Abwechslung und Besonderheiten

- Backing-Voice finden

- gutes Arrangement eines Songs

- Orientieren an anderen 

- eigener Stil / Markenzeichen

- mit Loops arbeiten

- A capella 

Bitte sei unbedingt live bei den Webinaren dabei :

  

Notation mit Garage

Wenn Du Deine Songideen notieren willst, kannst Du das mit Hilfe von Midi und Garage sehr gut tun. Schau Dir dieses Video an, hier zeige ich Dir die Optionen mit Garage Band

Einleitung - Friederike Brueck
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Auch mit anderen Notenschreibprogrammen lässt sich Deine Idee festhalten.

Dazu zählt z.B.

Finale,

Sibelius und auch das hier 

 

http://www.forte-notensatz.de//lp/gratis/notensatzprogramm_4A.html?gclid=Cj0KCQiAsK7RBRDzARIsAM2pTZ9F-xu-USyfYjVJuFooXgEuQ3yyAKrml26DP4CitXAzE7BXkEBEJSoaAnkvEALw_wcB

https://musescore.org/de

Band in a Box ist ein Programm, ähnlich, wie die  I Real Pro App, die Dir helfen kann, Songs zu schreiben.

Di gibst dort Akkorde ein und den Rhythmus und Stil und schon kannst Du Leadsheets ausdrucken.

Wenn Dich das interessiert schau Dir mal diese Videos an :

https://www.youtube.com/watch?v=Pf351p2jLYo&list=PLDF8202BC2592BF5C

Was ist arrangieren ? 

Eine komplette Liedform erstellen.

Von Anfang bis Ende und festlegen, welches Instrument wann zu spielen hat. 

Wenn Du Deine Bandprobe hast, wollen die Musiker am liebsten Anweisungen von Dir.

Über welchen Formteil soll welcher Instrumentalist solieren.

Welcher Rhythmus, welcher Groove. 

Es ist nicht sinnvoll, zu viel Space zu lassen , dann werden Proben chaotisch.

Besser ist es, Du behälst von Anfang an die Regie und legst fest, was Du willst, zeigst Dich aber offen für anschliessende Besprechung und Verbesserungsvorschläge.

"Also, ich habe mir folgendes vorgestellt und würde es nun gerne mal alles so durchspielen.

Wir können ja danach oder bei der nächsten Probe nochmal sehen,

was dann verbessert werden kann."

D.h. Du legst also erstmal Deinen Ablauf fest und wenn das nicht gut war, kann man ändern.

Dazu solltest Du immer Proben-mitschnitte machen. Zeige Dich sicher und entschlossen.

Arrangieren heisst also, wie werden die verschiedenen Formteile angelegt und gespielt, ab wann kommt der Drummer rein, ab wann der Bass, wie ist die Introduktion und wir das Ende ? Spielt Gitarre eher Single notes oder sanfte Chords , Powerchords oder Rhythmusgitarre, wenn ja, welche Schlagart, Rock, Funky,  Bluesig.... usw.

Übung 1

Schaue Dir dazu mal live Videos Deiner Stilrichtung an. Höre genau und mache Dir Skizzen davon.

Kreiere einen Song, der so in der Art gespielt wird. Mache also so einen Song in allem musikalisch Relevantem nach.

Übung 2 

Arrangiere einen bekannten Song neu. Mache ihn ganz anders als der Urheber.

Verändere die Form und die Instrumentierung, verändere das Tempo, den Groove,

den Stil,

Tue das ruhig mal mit I real Pro.

Step dafür durch die verschiedenen Stilrichtungen und Tempi und Tonarten.....

Nimm das veränderte I real-Playback mit Line-In in Garage auf und erzeuge eine Spur.

 

Alternativ DAZU VERSUCHE DIR EINE MIDI-AUFNAHME ZU SENDEN UND LADE SIE PER DRAG AND DROP IN EINE EXTRA SPUR BEI GARAGE. SINGE DAZU.

Schau Dir diese Bilder an und mach das gleiche bei deinem Handy. 

       Step 1                        Step 2                           Step 3                               Step 4

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Übung 3

Erstelle mit den Loops aus Garage oder Musicmaker einen Mini Song und sende ihn mir.

Mehrere Backing Stimmen.

Backing Stimmen sind genau die Stimmen, die Du im Klavier und Gitarrenunterricht gelernt hast: Terz und Septimen der jeweiligen Akkord-Progression.

Also benutze die Übungen vom Klavier-oder Gitarren-VT 5, Jazz, wo es um das drei Finger Voicing geht und schon hast Du die richtigen Backingstimmen.

Backing-Linien sind wie Streicher fliessend und ineinander folgend ( keine Sprünge).

Backinglinien sind mit M u und a oder Yeahyeah, ouou usw zu singen, oder sie wiederholen simpel wichtige kurze Parts der Hauptstimme ( Soul: unchain my heart).

Backing Voices haben ein unglaublich schöne Wirkung. 

Sie sauber hinzubekommen braucht Übung. Man muss sie mit Kopfhörer einsingen, oft ist man dabei zu flat und sollte sich immer ein Ohr freihalten für den Intonationsabgleich.

Übung 4:

Nimm Dir Soul Playbacks und singe nur die Backing-voices nach.

Nimm das ruhig mit Garage mehrspurig auf und kontrolliere damit deine Treffsicherheit.

Übung 5: 

Singe eine kurze Melodie ein und erfinde dazu Backing-voices 3-5 stimmig.

A capella

A capella Stücke gehören bereits in den Bereich des Komponierens. Man braucht strenggenommen Erfahrung und die Theorie-Grundlagen des Notensatzes.

Wenn Du aber etwas Übung mit deinen 3 Fingertechniken hast, müsstest Du sehr gut auch ohne diese Kenntnisse aus dem Stehgreif Satzgesang hinbekommen.

Die Stimmen übernehmen ja die Begleitinstrumente, also die Chords.

D.h. Du hörst in eine Stück rein und singst alle anderen Instrumente nach / mit .

zuerst mal den Bass, dann eine Streicherlinie.

Gut eignet sich dafür THE ROSE von Bette Midler.

Übung 6 :

Höre es Dir zunächst einmal ganz an achte auf den Aufbau.

Was kommt was dazu und welche Stimmen kannst Du noch hören,

ausser der Hauptstimme ?

Was macht der Bass ? Was macht das Orchester.

Singe jede Stimme nach.

Dann versuche einmal nur die Melodie einzusingen 

füge danach nach und nach ein 2. 3. 4.  Stimme hinzu.

Lass Dir da viel Zeit und probiere alles aus und immer wieder.

Übung 7

Schau Dir bitte dieses Video an, zu nächst mal dieses. 

Studiere, wie dieser Song instrumental aufgebaut ist.

When we were young.

es beginnt mit sehr wenig , aber einem klaren Rhythmus, woran erkennst Du ihn ?

Am Bass und an der gestochenen Time.

weiterer Hit ist die Soundverschiedenheit zwischen allen einzelnen Stimmen.

Es ist viel Hall auf den Backingvoices, und die Trommel, anstelle vom herkömmlichen Drumsset verbreitet etwas spannendes. Letztlich ist der Song wieder mit wenig Akkorden zufrieden und Du kannst in diesem Video wunderbar sehen, wie alle zusammenwirken.

 

 

Und nochmal ein Video von Circero, welches Du schon kennst, schau es Dir genau an und studiere die verschiedenen Stimmen

Zunächst der Bass, dann das Klavier, dann die Bläsereinsätze...

wie genau wird daraus der Hit ?

Was genau führt dazu, dass es spannend klingt.

Zieh die Schuhe aus

Hier ein Song einfachster Art:

Thinkin out Loud

Mache das gleiche mit anderen von Dir favorisierten Songs. Suche Dir dafür Live Videos raus, wo du die Einsätze wirklich gut erkennen kannst. Das macht es zunächst leichter.

Dann beginne, einzelnen Stimmen rauszuhören und nachzusingen und am Besten auch zu notieren.

​Gute Kompositionen.

Das Wort besagt es schon: Komposition: Zusammenstellung  bedeutet dass es sich um ein schönes Arrangieren handelt.

Intro -Outro —Interlude

 

Ein Song besteht meist aus viel mehr als nur die Grundform.

Wenn Du im Netz nach Lyrics und Chords googelst bekommst du normalerweise bestimmte Versionen ( Interpretationen) eines Songs, so eben, wie es jemand anders arrangiert hat. 

 

D.h. es hat natürlich einen festgelegten Ablauf, der dann mit

Intro, Vers, Chorus Refrain usw beschrieben wird, dazwischen Solo usw..

Bei I Real Pro bekommst Du von Songs nur die Rohfassung, die nicht arrangiert ist.

 Oft fehlen sogar die Verse zu Anfang und es wird nur die Grundform genommen.

Viele haben da schon Probleme zu verstehn,

was in einem Jazzstandard eigentlich der Refrain ist. A oder B .

Viele denken bei 4 Formteilen wie z.B AABA  an 4 Strophen ( Versen).

 

Aber das kann man doch deutlich unterscheiden.

Im Jazz Standard hast Du für gewöhnlich einen Chorus ( Refrain)

mit einer AABA, AA´, oder AB, oder AAB Form und

dazu gibt es teilweise gesungene Introduktionen ( Einleitungen) = Verse, Strophen.

Diese sind im Tempo meist frei gestaltet.

Woher kommt das ?

Jazz Standards sind die vereinfachten Formen von ehemaligen Musical-Hits.

Das Musical kommt aus der klassischen Operettenform und dort wird wie auch schon in vielen Opern, die Arie mit dem vorangestellten Rezitativ benutzt. 

Rezitativ besagt schon: es wird rezitiert, ( Sprechgesang )und nicht gesungen.

Dafür schrieb der Komponist ungefähre Notenangaben,

damit der Sänger sich orientieren konnte, wann er zu welcher Begleitung ungefähr zu singen hat.

 

Es stellte die Überleitung von gesprochenem Text zur Arie dar und gab an worum es eigentlich geht, denn im Arien-Gesang verstand man erstens kaum ein Wort und der Text wurde auch gereimt vereinfacht und sollte nur den emotionalen Charakter der Situation vermitteln.

Zweitens sollte es sich lebendig anfühlen, wenn das Rezitativ erklang.

 

Aus dieser Form, die durchaus zweimal hintereinander kommen konnte ( Rezitativ- Arie-Rezitativ-Arie ) entwickelte sich das Musical mit ähnlichem Rahmen für einen Song.

Aus den Musicals wurden in Jamsessions nur die Melodien verwurstet und manchmal sang ein Sänger dazu vorher auch die Einleitung.

Frühe Jazz- Sängerinnen ( Sarah Vaughan, Carmen M;c Rae, Ella Fitzgerald, Doris Day..)

haben oft noch die schönen Verse auf ihren Alben.

Ausserdem wurden diese bekannten Musical-Hits für den Fan durch

Extra LP-Versionen zugänglich gemacht. 

Diese Versionen waren bereits verkürzt. Einzelne Tracks ( Songtitel) entstanden und sammelten sich auf einer LP.

 

Heute werden oft in Jam Sessions die Verse weggelassen und nur die Titelmelodien gespielt, die in sich zwar Formteile haben, 

( A, B ) aber letztlich Refrains darstellen.

 

Im Pop wurden die Verse wieder mehr integriert, denn dem Sänger ging es vornehmlich um die Aussagen, nicht um die Hit-Melodie.

Der Refrain wurde kürzer und knackiger ( voran vor allem der Soul und Blues beteiligt war )

und die Verse wurden ausgeweitet.

Es gab bis zu 12 Versen mit dem immer gleichen Refrain.

Der Refrain entspricht hier den immer wiederkehrenden Chorussen in der Jamsession.

 

Mit der Gruppe Queen gab es irgendwann eine Rückbesinnung auf die unglaublichen Möglichkeiten der Klassik und es wurde gemischt und die orchestrale Begleitung durch Streicher und ganze Orchester gewann wieder an Akzeptanz, ich möchte sagen, wurde integriert in die Rockmusik, die sich bis dahin stark von der Ernsten Musik abzugrenzen versuchte.

 

Natürlich gab es immer schon die Bigbands und Salonorchester, aber nicht im Rock / Pop.

Im deutschsprachigen Pop wagten Sänger wie Udo Jürgens den orchestralen Streichereinsatz.

Aber letztlich konnten nur etablierte Rock/pop-Sänger ihr Publikum überreden ,

diesen No Go in der Volksmusik zu akzeptieren oder überhören.

 

die Unterhaltungs und die Ernste Musik grenzten sich immer voneinander ab.

Die Ernsten wollten ihre Wertigkeit nicht durch die Rocker herabziehen lassen, die Rocker ihre ECHTheit nicht durch Schmusemusik verderben lassen.

 

Egal, Queen und Udo Jürgens glückte es, so langsam aber sicher diese Divergenzen abzumildern und somit entstand immer mehr Qualität.

Heute ist ein Cross Over auch für die Klassische Szene sehr beliebt.

So versuchen sich die bis dato steifen und inflexiblen Notenkünstler in Orchestraler Jam-Session, um die Akzeptanz der E Musik in der Bevölkerung zu finden.

Hat sich doch rumgesprochen, wie unglaublich musikalisch Jazz-Musiker sind, die mit jedem Chorus über einen Song eine eigenen Komposition erzeugen.

Auch im Musical findet sich vielerlei Mischung beider Stilrichtungen.

 

Ich selbst habe beides lieben gelernt.

Da ich mit Klassik aufgewachsen bin ,

weiss ich um die grosse Vielfalt der Stimmführung, Formen und Motiv-Verwendung.

 

Form ist alles, denn es ist das, was man am Ende als Ganzes wahrnehmen wird in

Grösse, Ausmass und Wesen.

Ein Haus braucht nicht nur Zimmer sondern einen soliden Aufbau,

Das kann eine einfache Hochhausstruktur sein,

aber auch ein wunderschön komponiertes Schloss.

 

Viele würden am Flur ( Eingang= Intro) sparen und mehr Raum für die Zimmer lassen, andere würden die Küche oder das Bad weniger beachten. ( Interlude) . 

Manche aber geben diesen Räumen gerade die meiste Aufmerksamkeit ( mit Erfolg).

Dann gäbe es noch den Keller und die Garage und auch diese sind durchaus bleibend wirkende Elemente. Sie geben eine gewisse Würze und Attraktivität.

 

Eine Intro sollte vorbereiten und Spannung erzeugen auf das was kommen soll.

Sie schafft Aufmerksamkeit und stimmt ein. Sie ist ein sehr wichtiger Part eines Songs. #Stell Dir vor Du willst ne Rede halten und alle quatschen noch.

Wer wird Dir zuhören ? Du brauchst eine Vorbereitung für die Menschen die Dir zuhören sollen.

Im Life Bereich kann das alles viel grösser ausfallen, als auf CD.

Da sind diese Sachen das eigentliche Mittel, die Menschen zu bekommen ( Z.B Ansagen machen, während die Intro schon spielt)

Dafür eignen sich besonders langgezogenen Orgelpunkte oder tiefe Streicher auf einem Ton, langsam aufbauend. 

Ein Intro kann auch durch einen rubato Vers erzeugt werden.

Rubato ist ähnlich wie Rezitativ eine Stop and Go- Melodie gestützt durch ein paar Akkorde ( ohne feste Zählzeit).

Auch ein Vers in Rhythmus kann einleidend wirken, z.B. Straightn up and fly right.

Eine Intro kann auch nur Instrumental durch Grooves gemacht sein.

Oder nur durch einen Rhythmischen Bass.

Auch kann man ein Perussionsolo vorhergehen lassen.

 

Übung 8 : 

 

Nimm Dir 1-2 Std. Zeit .

Erzeuge mit Garage Band ein ( mehrere mögliche ) Intro entweder

mit Hilfe von Loops oder selbst eingespielte Stimmen.

Beispiel: ( die Buchstaben stehen nicht für Akkorde hier,

sondern für Formteile und werden im Notenbild durch Einrahmung mit Kästchen

unterschieden von Akkordsymbolen)

 

 

Intro—————Strophe—Refr.—Strophe—Refr.- Interlude——Refr.—Strophe-Refr.———-Outro—-.

Intro                        A           B          A                 B        C                     B            A            B               Outro

 

 

Das Interlude kann sehr viele Optionen und Funktionen haben.

Sie sorgt dafür dass eine Botschaft verarbeitet werden kann

oder sie leitet einen nächsten Formteil sehr gut ein.

Sie kann auch in eine andere Tonart überführen und damit die Spannung sehr erhöhen.

Interludes sind oft instrumental, manchmal auch mit Gesang.

Interludes kann es auch mehrfach geben. Meist haben sie die Bezeichnung C,D oder E. 

D.h. es gibt ganz viele Optionen für gute Kompositionen.

Du kannst auch noch viel mehr Formteile einbauen, solang sie im Zusammenhang stehen.

Ich finde es gut aus der Vogelperspektive auf das Bild ( die Strecke und Länge ) eines Songs zu schauen .

Bevor ich losfliege sollte ich meine Route , und zumindest den

Landeplatz kennen.

Wie lange ist der Strecke ungefähr und , wo ist der Höhepunkt.

Um so mehr das für Dich innerlich klar ist um so sicherer wirst

Du und umso besser kannst Du Deine Zuhörer fliegen lassen. Du bist ein Pilot.

Führe Dein Publikum, so dass es sich gerne mitnehmen lässt.

Wenn Du keine Ahnung hast, was kommt, werden auch sie wackeln.

Das Gefühl gibt es oft in Jamsessions. Sie entgleiten,

weil einfach zu viele Soli genudelt werden und die Spannung abbricht.

Genauso bei Balladen.

 

Übung 9:

 

Also Bau Dir mehrere Systeme, wie dieses. 

Probiere rum, was gut aussieht, wenn Du drauf schaust. 

Nimm Dir ein Papier und male Deine Song-Route.

 

Intro—————Strophe—Refr.—Strophe—Refr.- Interlude——Refr.—Strophe-Refr.———-Outro—-.

Intro                      A                B          A             B          C                   B            A               B               Outro

 

Ob Du einen Kurzflug oder eine Weltreise planst, höre innerlich, wie sich das ganze abspielen könnte. Auch dazu höre Dir verschiedene Werke bei Youtube an.

Auch von Udo Jürgens , Queen, Supertramp, Stevie Wonder, Cicero, Anette Louisann, Prince, Michael Jackson,…James Brown, Joss Stone,…

 

Ich komme immer wieder auf die gleichen, da sie einfach mal die meisten Hits gelandet haben.

Die Formen sind hier sehr verschieden. 

 

Übung 10: 

Schreibe Dir die Formteile raus, von dem was Du hörst.

Drucke Dir dafür zur Hilfe Text mit Chords aus und höre rein, was Du hörst, wie sich diese Formteile unterscheiden, dann schreibe auf das Blatt die Formteile so auf, wie ich es Dir oben vorgemacht habe.

 

Formteil Beispiel 2:

 

Intro—-A  B  A  B —C -A -B  -D -A -B -A -B —E —B —-Outro

 

 

Erstelle nun weitere Ablauf-Beispiele und schreibe nach so einem Beispiel einen eigenen Song. 

Beginne dafür mit einer sehr kurzen und leichten Form.

Steiger das erst ganz langsam. 

Das ist ein auf Jahre angelegtes Projekt.

Wichtiger als viele Interludes ist und bleibt der Groove und das Timing, bzw die Aussage und auch der Sound.

 

 

Sound:

 

Ein guter Sound ist nicht für jeden Song entscheidend. 

So hören wir manchmal alte Songklassiker , die mit nur einem Mikrophon so aufgenommen wurden, wie wir heute mit der Handycam aufnehmen.

Alte Musik braucht am besten auch den Retroklang, damit sie diese in uns gespeicherte Wirkung auf uns haben kann.

Die Beatles z.B. und auch viele Soulhits hatten keinen guten Sound.

ABER: die Stimmen war excellent arrangiert und sauber gesungen und die Ideenvielfalt hat das Manko wettgemacht.

Der LiveCharakter spielte ebenfalls eine Rolle.

 

Heute gibt es viele Musiker, die wieder auf Einfachheit und Echtheit setzen und viel Hall weglassen. „Jack Johnson“ , „Tracy Chapman“.

 

Aber man darf sich nicht vertun. Da sitzen dennoch grosse Studios dahinter, die diese CDs so mischen, dass sie optimal klingen.

Z.B. indem die Lautstärke durch Kompressor an den oberen Rand gebracht wird, ohne dass es zerrt.

 

Das kannst Du nur mit entsprechendem Equipement und richtiger Einstellungen am Mischpult. Das ist eine hohe Kunst und jede Stimme braucht ihren eigenen Klangbereich.

Sorge schon im Vorfeld dafür, dass sich die Klangfarben ergänzen und nicht doppeln.

Das hat was mit dem Frequenzbereich zu tun und lässt sich durch gekonnten Umgang mit einem Equalizer bearbeiten.

Auch das Hallprogramm und Pre-delay spielt eine enorme Rolle.

Wenn Du Dich aufnimmst, magst Du denken: OH Gott, wie scheiss klingt das, weil Du das vergleichst mit dem , was Du im Radio hören kannst. Dann sei Dir klar: das ist Aufgabe des Mischers. ( Remix im Studio )

 

Ein gutes Mischen kann so viel bewirken. 

Heute sind soviel Möglichkeiten da, bis hin zum Pitch verändern ( Intonationsmängel ausbügeln)  und Stimmfarbe verändern durch Soundprogramme. Das wird sehr viel genutzt und eine gute Idee hat eine Chance wenn sie dann auch gut gemischt ist.

Ein gutes mischen kostet pro Song. oder pro CD.

Ein Remastern kostet extra. Da wird eine komplette CD nochmal an den marktüblichen Sound ( und Lautstärke ) angeglichen. Das können nicht viele !!!

 

 

Verzerrte Aufnahmen kann niemand reparieren. Wenn sie beim Eingang gezerrt haben bleiben sie Schrott. Deshalb solltest Du selbst beim Aufnehmen sicher stellen, dass Du nicht Pop Geräusche drauf hast ( Popschutz vor das Mikrophon) und dass Deine Eingangspegel zwar hoch genug , aber dennoch nicht übersteuert ist.

Ich selber arbeite schon lange mit diesen Programmen und habe immer noch nicht den optimalen Klang erreicht. 

Es ist Zufall bei mir, wann es gut geht wann nicht, aber auch, weil ich keine fest stehenden Geräte habe , 

sondern immer mit den Geräten unterwegs bin und für verschiedenes nutze. 

Das erschwert diese genaue und präzise Arbeit.

Anschliessen und die Einstellung des Sounds erfordert sehr viel Zeit, fast mehr als das einsingen selbst.

 

Man sagt , dass im Studio( !!!)  man 1-3 Lieder pro Tag schaffen kann. Oft wiederholt man Stellen und der Sound stimmt nicht. Das ist normal.

 

Also, leg einfach los, und installiere Dir fest Deine Geräte und suche die beste Soundeinstellung für Dich. 

Notiere Dir immer oder mache Screenshots von der besten Einstellung.

Bildschirmfoto macht man am Mac mit „cmd, shift und 4“.

Mehr zum Sound findest Du in VT 3 unter Technik und mehr …

 

Videos : 

 

 

Sound kann viel ausmachen, aber wenn ein Song ein Hit ist oder die Stimme einfach mal sau gut, dann wirst Du auch mit nem Scheiss-Klang jeden vom Hocker reissen.

 

Der Sound ist sehr abhängig vom Stil. 

Wenn viel Orchester dabei sein soll, muss er gut klingen. 

Wenn es Balladen sind , auch. 

Schmuse-Pop und Musical lebt vom guten perligen angenehmen Sound.

In der Hip Hop Szene und im Techno sind viele neue Sounds kreiert worden und haben unser Ohr daran gewöhnt.

 

 

Männer haben es leichter als Frauen. Sagte ich bereits zu Beginn. Die Männerstimme hat auf Grund ihres Frequenzbereichs einfach bessere Karten, trotz Mängel akzeptiert zu werden. 

Frauenstimmen werden nicht immer gut abgemischt. 

Viele Tonmeister haben keine Ahnung von der Frauenstimme, Sorry, muss gesagt werden. 

Du bist verantwortlich, auch wenn Du im Studio sitzt, das Zepter nicht aus der Hand zu geben und ganz klar zu wissen, was Du willst. 

Du bezahlst viel Geld und es ist Deine CD , die veröffentlicht wird. Du muss zu 100 % zufrieden sein.

Lass Dir vom Studio Sound-Referenzen zeigen. 

Sammle Beispiele für den Sound, den Du haben willst und stelle dem Tonmeister diese Beispiele vor. 

Frage ihn, ob es das hinbekommt.

Sparen lohnt sich hier nicht, wenn Du es ernst meinst.

Aber zu Anfang mach ruhig alles erstmal alleine. Experimentiere.

 

Übung 11:

 

Bastle an Deinem Sound.

Nimm Dir ein Playback , singe dazu eine Stimme drauf und übe, Deinen Gesang so abzuwischen , dass Du zufrieden bist.

A Capella - Friederike Brueck
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Arrangieren - Friederike Brueck
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Backing - Friederike Brueck
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Loops - Friederike Brueck
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Gute Komposition - Friederike Brueck
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Intro - Friederike Brueck
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Sound - Friederike Brueck
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Übung 10 - Friederike Brueck
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Übung 11 - Friederike Brueck
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Verzerrte Aufnahmen - Friederike Brueck
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